UNESCO Welterbe: CDU und FDP haben nichts dazugelernt

Mittwoch, 4. August 2010

Pressemitteilung
des Netzwerks Welterbebewegung Dresden

Die Äußerungen von Herrn Zastrow (FDP) und Herrn Kaden (CDU) zum Thema UNESCO zeigen leider, dass FDP und CDU in Dresden in puncto Welterbe nichts dazugelernt haben.

Weder macht man sich die Mühe, die Problemlage inhaltlich zu differenzieren – und die Entscheidung der Jahreskonferenz der UNESCO zur Rheinbrücke ist durchaus eine sachlichen Diskussion wert –, noch ist man bereit, auf den üblichen „Politpolterstil“ zu verzichten.

Auch der Stringenz der Logik der gemachten Aussagen misst man keine große Bedeutung bei. So ist z.B. unklar, warum Herr Zastrow den demagogischen Begriff des „Welterbes der Herzen“ für sich reklamiert, wenn er auf der andern Seite die UNESCO als undemokratische, nach Gutdüngen Welterbeprädikate verleihende Organisation bezeichnet. Wozu „Weltkulturerbe der Herzen“ sein, wenn die „Welterbeorganisation UNESCO“ den Namen nicht wert ist?

Anstatt endlich die politische Verantwortung für den blamablen Verlust des Welterbes zu übernehmen, wird die UNESCO durch die Herren Zastrow und Kaden beschimpft, verdächtigt und verleumdet.

Es ist traurig, dass weder die sächsischen noch die Bundesparteien von CDU und FDP ihre in dieser Frage national und international völlig isolierten Lokalmatadoren zur Räson rufen.

Thomas Löser sagte in diesem Zusammenhang: „Es ist ermüdend, wie Zastrow und Kaden die immer gleichen Phrasen herausposaunen anstatt sich einer ernsthaften Diskussion über den blamablen Verlust des Welterbes in Dresden zu stellen. Das Thema UNESCO hat in Dresden mehr als Stammtischparolen verdient.“

Anmerkung: Diese Meldung bezieht sich auf die Pressemitteilungen der CDU vom 03.08.2010 und der FDP vom 31.07.2010.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
Sie können den Artikel als .pdf-Datei speichern ...
Gern können Sie auch diesen Artikel weiterempfehlen ...

Schlagworte:

Kommentare abonnieren

Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Diese Leute haben den Größenwahn nicht erfunden.

    Paranoia und überhebliche Hetze gegenüber den Vereinten Nationen sind offenbar Konstanten deutschen Kleingeistes. 1933 verließ Deutschland den Völkerbund. Per Referendum demokratisch legitimiert; sogar mit 95 Prozent Ja-Stimmen.

    … schrieb visitor x am Mittwoch, dem 04.08.2010, um 21:53 Uhr.