Prof. Hammerschmidt zur Novelle des Denkmalschutzgesetzes

Sonntag, 31. Oktober 2010

Prof. Valentin Hammerschmidt führte in seinem Eingangsstatement (.pdf-Datei, 149 kB) zur Podiumsdiskussion „Sachsens Denkmalschutz auf der Kippe?“ am 21.10.2010 im Kleinen Haus aus dem größeren historischen Kontext heraus mit Nachdruck vor Augen, welche Richtung die sächsische Regierungskoalition mit ihrem „neuen“ Denkmalschutzgesetz einzuschlagen gedenkt: Was verharmlosend als „Novelle“ daher kommt, entpuppt sich als kompletter Paradigmenwechsel. Man sieht sich um 40 bis 50 Jahre in eine Zeit zurückversetzt, in der ein eingeschränktes Denkmalverständnis den Altstädten gravierende Zerstörungen beschert hat. Mit Bezug auf das Europäische Denkmalschutzjahr 1975 plädiert Hammerschmidt für einen Denkmalschutz, der Bestandteil einer umfassenden Kultur der Raum- und Bauplanung ist. Unter diesem Vorzeichen nimmt sich dann allerdings „Bürgerfreundlichkeit“ ganz anders als diejenige, die als wichtigstes Argument für die angestrebte Gesetzesänderung herhalten muss.

Hinweis: Im Community-Blog des Freitag finden Sie einen lesenswerten Bericht von der gesamten Veranstaltung.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.12.2010 aktualisiert.
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