Pressemitteilung

Donnerstag, 27. Januar 2011

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Kulturpalast Dresden: Stadt löst die Konzert- und Kongressgesellschaft (KKG) auf, ohne Gesamtkosten für den Umbau zu nennen

Am 25.01.2011 wurde bekannt, dass die Stadt Dresden die KKG, den Betreiber des Kulturpalastes, Ende 2012 auflösen will. 46 Arbeitsplätze werden dadurch vernichtet – für ein fragwürdiges Unterfangen.

Es ist die Rede von Personalkosten, die dem Steuerzahler nicht zuzumuten seien. Bisher wurden aber auch die wahren Kosten des Kulturpalast-Umbaus nicht genannt, obwohl die Verwaltung sie kennt. Es ist ungewiss, wie der Messechef die Sparte Unterhaltung im Kulturpalast und der Messe führen wird, da die Philharmonie den neuen Saal die meiste Zeit belegen wird – auch für Proben, weil sie keinen Orchesterprobesaal bekommt – und die Messe nahezu ausgelastet ist. Des Weiteren ist nicht geklärt, wer an den Interimsspielstätten der Philharmonie die Orchestereinrichtung übernehmen soll, wenn die KKG-Mitarbeiter nicht mehr da sind. Ohnehin soll die Unterhaltungssparte nur noch die Kapazitäten belegen, die von der Philharmonie übrig sind – eine Herabwürdigung eines wichtigen wirtschaftlichen Faktors im Kulturpalast selbst wie auch in der Innenstadt.

Angesichts der ungeklärten Gesamtkosten für den Umbau und der weiteren gravierenden, offenen Fragen kann nicht jetzt schon über die Auflösung der Betreibergesellschaft entschieden werden. „Wir fordern umgehend die Offenlegung der errechneten Umbaukosten. Bis dahin sollten weitere Entscheidungen vertagt werden“, so Jana Knauth, Vereinsvorsitzende von Dresdens Erben e.V.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.01.2011 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Bei den Fakten kann die Stadt den Umbau des Kulturpalastes nicht vollziehen, oder die Bürger Dresdens gehen auf die Barrikaden wie in Stuttgart. Doris Weber

    … schrieb Doris Weber am Mittwoch, dem 02.02.2011, um 08:33 Uhr.