Pressemitteilung III

Dienstag, 15. Februar 2011

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Kulturpalast Dresden: Politik nichts weiter als Kuhhandel?

„Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß, was manche Stadträte unter Politik verstehen, nämlich Kuhhandel.“, so Jana Knauth, Vorsitzende von Dresdens Erben e.V., zur Reaktion von Christa Müller (CDU) und FDP-Stadträtin Barbara Lässig auf André Schollbachs (Die Linke) Ankündigung, sich für den Erhalt des Mehrzwecksaales im Kulturpalast und gegen einen teuren Umbau einzusetzen. Zitat: „Es sei Einigkeit erzielt worden, sich gemeinsam für das Kraftwerk Mitte zu engagieren. Im Gegenzug erwarteten CDU und FDP, dass die Linke den beschlossenen Saalumbau nicht infrage stelle.“ (SZ vom 14. Februar 2011 „CDU kritisiert Linke im Streit um Kirchenfinanzen“).

Dass angesichts der finanziellen Lage alle Projekte noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden müssen, spielt in den Erwägungen der beiden Politikerinnen offensichtlich keine Rolle. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Situation seit dem Beschluss im Juli 2008 auch in anderer Hinsicht gravierend verändert hat. Der Denkmalstatus des herausragenden Gebäudes der Nachkriegsmoderne, das inzwischen deutschlandweit im Gespräch ist, hat damals keinerlei Berücksichtigung gefunden.

„Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass sich die Bedeutung des Kulturpalastes erst über die Zeit gezeigt hat, was in der Eintragung in die Denkmalliste gipfelte. Der Abriss des Mehrzwecksaales ist weder notwendig noch sinnvoll.“, so die Vereinsvorsitzende abschließend.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.02.2011 aktualisiert.
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