Petition zum Erhalt des Kulturpalastes gestartet

Donnerstag, 10. März 2011

Eine Initiative von Dresdens Erben

Zum „Treffpunkt Kulturpalast“ am 9. März 2011 startete der Verein Dresdens Erben e.V. eine Petition zum Erhalt dieses herausragenden Gebäudes der Nachkriegsmoderne mit seinem vielseitig nutzbaren Mehrzwecksaal. Darin fordern die Unterzeichner die Rücknahme des Stadtratsbeschlusses von 2008 zum Umbau des Kulturpalastes mit dem Hauptnutzungszweck „Konzertsaal Dresdner Philharmonie und Städtische Zentralbibliothek“ und den unverzüglichen Anschub eines bisher nicht erfolgten Abwägungsprozesses. Die Petenten verlangen eine transparente Gegenüberstellung der Baukosten des Umbauprojektes einerseits und des Sanierungsprojektes andererseits auf der Grundlage einer detaillierten Bewertung des Denkmalsstatus’ des vorhandenen Gebäudes unter besonderer Würdigung des Saales.

Unterschriften werden vorerst bis zum Termin der Einwohnerversammlung am 21.3.2011 gesammelt, um sie dort vorzulegen.

„Die Bürger werden in dieser Sache wieder einmal außen vor sein, wenn sie sich nicht wehren, denn die geplante Einwohnerversammlung ist eine reine Informationsveranstaltung ohne Diskussionsspielraum,“ sagte dazu Jana Knauth. „Wir fordern die Stadträte auf, den Beschluss, der schon am 24.3. fallen soll, zu vertagen, bis alle Dokumente sowohl zum Umbau als auch zu einer Sanierung transparent auf dem Tisch sind und die Bürger die Möglichkeit bekommen haben, die Projekte zu prüfen.“

Am kommenden Mittwoch, dem 16.3.2011, 18 Uhr, findet der nächste „Treffpunkt Kulturpalast“ statt, bei dem auch die Listen abgegeben werden können.

Neu:

  • Liste herunterladen unterschreiben, Unterschriften sammeln und zurücksenden oder
  • Online unterschreiben: Die Online-Petition ist abgelaufen, aber die Listen laufen noch bis zum 21.3.2011.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
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8 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich würde mich gern in die Liste für den Erhalt de Kulturpalastes eintragen!
    Wo liegen diese Listen aus?
    Mit freundlichen Grüßen
    Christine Hörnig

    … schrieb Christine, Hörnig am Freitag, dem 11.03.2011, um 10:00 Uhr.

  2. Wie Frau Hörnig möchte auch ich mich für den Erhalt des Kulturpalastes mit dem Mehrzwecksaal einsetzen.
    Teilen Sie mir bitte die online-Adresse für meine Meinungsäußerung mit!
    Mit freundlichen Grüßen Ekkehard Förster.

    … schrieb Dr. Förster, Ekkehard am Freitag, dem 11.03.2011, um 21:16 Uhr.

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe nun eine Aktualisiserung vorgenommen, so daß die Liste besser ersichtlich ist.
    Auch gibt es nun die Möglichkeit, die Petition online zu zeichnen.
    Herzliche Grüße!
    Jana Knauth, Dresdens Erben e.V.

    … schrieb JK am Samstag, dem 12.03.2011, um 00:12 Uhr.

  4. Allein Ihr Name “Dresdens Erben” ist schon eine Anmaßung. Auch meine Familie ist schon nachweislich in mindestens 5. Generation eine Dresdner Familie, folgt aber nicht Ihrer rückwärtsgerichteten Argumentation zum Kulturpalast.Wo nehmen Sie bloß einen Saal mit guter Akustik für klassische Musik her, in dem nicht wie bei volkstümlicher u.ä. Musik ins Mikrofon gesungen wird und mitten im Saal ein Tontechniker sitzt und die Lautsprecher steuert. Es tat mir weh, als Anna Sophie Mutter in einem Violinkonzert eine Pianissimopassage spielte und der wunderbare Klang nur zum Teil ankam. Ein neuer Konzertbau ist einfach nicht bezahlbar – siehe Hamburg. Wie stehen Sie überhaupt zum Wandbild – auch historisch ? Dieses Bild ist für mich einfach eine Beleidigung, es gehört schlicht und einfach abgenommen, hat mit der Historie der Kulturstadt Dresden absolut nichts zu tun.

    … schrieb Mario Lange am Montag, dem 14.03.2011, um 11:25 Uhr.

  5. @ M. Lange
    Es sind ja keine Alleinerben. Allerdings trägt auch Ihr eingeschränktes Kulturverständnis, mit dem Sie die historische Bewertung des Wandbildes und akustische Fragen munter vermischen, kaum zu einer vorwärtsgerichteten Diskussion bei.

    … schrieb Freischütz am Montag, dem 14.03.2011, um 13:02 Uhr.

  6. Na Hallo, Herr “Freischütz”, will man einen neuen Konzertsaal, hat man also ein “eingeschränktes Kulturverständnis” und vermischt das auch noch mit anderen Dingen. Und das ist also rückwärtsgerichtet. Na ja. Wieso ist der Erhalt dieses bisherigen Saales in unveränderter Form eine “vorwärtsgerichtete” Diskussion ? Wieso brauchen Sie für Ihre Argumentation eigentlich Beleidigungen, fehlen Ihnen sachgerechte Argumente ? Ich denke schon, aber Sie gehören ja zu den Erben.

    … schrieb Mario Lange am Montag, dem 14.03.2011, um 18:00 Uhr.

  7. @Mario Lange
    Wieso ist denn Ihrer Meinung nach der umgebaute Weinbergsaal besser als der alte Mehrzwecksaal? Bloß weil es sowas anderswo auch gibt? Aber das ist keine Garantie für eine bessere Akustik als in dem alten Saal. Und ein Nachweis der besseren Akustik am Modell ist meines Wissens bisher nicht erfolgt.

    Dazu kommt, dass es durchaus verschiedene Ansprüche verschiedener ernster Musikstücke an die Nachhallzeit eines Konzertsaales gibt. Wie wollen Sie die mit einem einzigen Konzertsaal abdecken ohne Tontechniker und elektronisches Soundsystem??? So wäre also ein auf Klassik spezialisierter Konzertsaal wieder nur ein Kompromiss für Stücke anderer Klassik-Genres.

    Und dafür einen Saal opfern, der nicht nur für die Klassik verbesserbar wäre sondern auch weiter der Unterhaltungsmusik eine Heimstatt bieten könnte???
    Bei allem Respekt für die Leistungen der Philharmonie – aber soviel Egoismus geht mir gegen den Strich. Wenn es wenigstens wieder von der Form her ein Saal werden würde, der Bühnen ermöglicht. Auch solche Formen wurden bereits untersucht für den Kulturpalast. Warum wurde ausgerechnet so ein Spezialsaal gewählt, der zu nichts anderem als einem Teil der Klassik zu gebrauchen ist und der noch dazu die bisherigen Hauptnutzer in die Messe verdrängt.

    Soll das vielleicht der Anfang vom Ende des Kulturpalastes werden? Nach dem Motto – jetzt kann sich die Stadt die Zuschüsse für den Betrieb des Kulti nicht mehr leisten (weil ja die Haupteinnahmen aus der U_Musik nicht mehr kommen) – jetzt können wir dieses Filet-Stück in der Stadtmitte endlich an den Meistbietenden verscheuern. Passt zu Herrn Vorjohann, der noch nie Geld für Kultur rausrücken wollte, aber dafür das Tafelsilber der Stadt verscheuert hat.

    … schrieb Silvia am Dienstag, dem 15.03.2011, um 17:13 Uhr.

  8. @ Mario Lange
    Ihr Anspruch auf bessere Akustik bei klassischen Konzerten ist nachvollziehbar. Dennoch rechfertigt er nicht die Beschädigung eines bedeutenden, ja sogar herausragenden Denkmals der Nachkriegsmoderne. Das Gebäude stellt eine Einheit von Gestalt und Funktion dar und ist eine Abkehr von den turmhohen stalinistischen Prestigebauten hin zu in die Breite orientierten Gebäuden, die für eine breite Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar sind. Der Mehrzwecksaal ist dabei das Herzstück, um den das Gebäude konzipiert ist. Der Kulturpalst ist kein Barockhaus – der kurze zeitliche Abstand ist womöglich der Grund für Ihre Ablehnung und die mangelnde Wertschätzung des Gebäudes. Es ist aber nicht zu leugnen, daß auch die jüngere Architekturgeschichte durchaus bemerkenswerte Ergebnisse erzielt hat.

    Mit seiner Vielfalt an Veranstaltungen erfüllt der Kulturpalast die Funktion einer Stadthalle, zieht also breite Bevölkerungsschichten an und es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern. Sicherlich müßte die Nutzung teilweise der heutigen Zeit angepaßt werden, weshalb eine umfassende Funktionsanalyse des Hauses im Zusammenhang mit anderen Kultureinrichtungen der Stadt nachgeholt werden muß. Nur aus finanziellen Erwägungen andere Nutzungen wie z.B. die Bibliothek mit hineinzubringen, ist hilflos und hat mit einem durchdachten Kulturkonzept nichts zu tun.

    Vielleicht noch ein Satz zu dem von Ihnen so verabscheuten Wandbild “Rote Fahne”. Es bliebe Ihnen auch nach dem Umbau erhalten, denn es war das erste Stück vom Kulturpalast, was unter Denkmalschutz gestellt wurde und wird mit Sicherheit nicht entfernt.

    … schrieb JK am Freitag, dem 18.03.2011, um 12:14 Uhr.