Vorbild oder Sündenfall? Zur Rekonstruktion des Dresdner Neumarkts

Montag, 16. Mai 2011

In der Reihe „Quo vadis Dresden“ – die das Haus der Kirche seit einigen Jahren regelmäßig veranstaltet – spricht am Dienstag, dem 24.05.2011, um 15:00 Uhr Dr. Heidrun Laudel im Haus der Kirche (Dreikönigskirche) zum Thema „Vorbild oder Sündenfall? Zur Diskussion um die Rekonstruktion des Dresdner Neumarkts“. Die Moderation übernimmt Prof. Alexander Andreeff.

Wiewohl mittlerweile deutschlandlandweit und darüber hinaus viel beachtet, ist die Rekonstruktion des historischen Neumarktes in Dresden nach wie vor umstritten.

Für die einen ist sie das Vorzeigebeispiel für die Wiedergewinnung kompletter historischer Stadträume. Die anderen sprechen von „Attrappenkult“. Sie prangern die Verlogenheit einer Baukultur an, bei der sich hinter historischen Fassaden nicht selten durch Investoren-Interessen geprägte grobschlächtige Baustrukturen verbergen.

Insbesondere sind es die ungelösten Anschlussstellen an die vorhandene Nachkriegsbebauung, die regelmäßig zu heftigen Debatten führen. Der Streit um den Wiederaufbau des Hotels „Stadt Rom“ ist das aktuelle Beispiel dazu. Aber auch hier vermisst man eine tieferlotende Auseinandersetzung mit dem überkommenen Organismus der Innenstadt in seiner Gesamtheit, wie es sie nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus gegeben hat.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.05.2011 aktualisiert.
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