Kulturpalast Dresden: Verhandlung der Urheberrechtsklage

Mittwoch, 13. Juli 2011

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Am 5. Juli fand die Verhandlung der Urheberrechtsklage in der Sache Kulturpalast Dresden von Dr. Hänsch gegen die LH Dresden statt.

Offenbar folgt das Gericht durchaus der Ansicht des Klägers, der in dem geplanten Umbau des Kulturpalastes eine Verletzung des Urheberrechts sieht: Der Urheberschutz gilt auch für den Saal, der durch den Umbau vom Abriss bedroht ist.

Bisher schweigt die Stadt zu den Vorgängen vor Gericht. Statt dessen versucht sie Tatsachen zu schaffen, indem sie den Beginn des Kulturpalastumbaus um ein halbes Jahr vorzieht. Der Grund sind die für die Finanzierung des Umbaus eingeplanten, aber nach Auskunft von Grünen-Stadtrat Thomas Löser noch nicht einmal beantragten EFRE-Fördermittel, die bis zum 30. Juni 2015 abgerechnet sein müssen.

„Wir sehen uns in unserer Auffassung bestätigt, dass mit dem Abriss des Mehrzwecksaales und Einbau eines Konzertsaals das Kernstück des Gebäudes derart verletzt wird, dass die ursprüngliche schöpferische Idee des Architekten, ein Volkshaus zu schaffen, verloren geht,“ schlussfolgerte Jana Knauth, Vereinsvorsitzende von Dresdens Erben e.V. „Wir setzen unser Engagement zum Erhalt des Gesamtgebäudes fort und danken allen Unterstützern, die sich für das Haus und dessen Architekten einsetzen.“

Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.07.2011 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die Mehrheit der Bürger Dresdens wollen ihren Kulturpalast so behalten wie er ist, multifunktional nutzbar. Man kann Dr. Hänsch nur von Herzen wünschen, dass das Gericht den Umbau verbietet. Es ist ein Denkmal und Denkmale stehen unter Schutz des Landes (Art. 11 Abs. 3 SV).

    … schrieb anonym am Dienstag, dem 02.08.2011, um 22:46 Uhr.