Bürgerinitiative zur Königsbrücker Straße gegründet

Dienstag, 23. August 2011

QVD veröffentlicht die Pressemitteilung einer neu gegründeten Dresdner Bürgerinitiative, die sich für eine bestandserhaltende Sanierung der Königsbrücker Straße einsetzt.

„Königsbrücker muss leben!“

Das Thema Königsbrücker Straße polarisiert schon seit Jahren die Dresdner Stadtpolitik. Ein Ausbau „überbreit zweispurig“ oder „vierspurig“ dominierte hierbei die öffentliche Diskussion und führte zu einer gegenseitigen Blockade der Stadtratsfraktionen und der Landesministerien. Als einziger Ausweg wird nun eine im Vergleich zu den veralteten Planungen aus den Jahren 2003/2006 noch breitere Straßenführung (Vernichtung aller Parkplätze und des gesamten historischen Baumbestands von Paulstraße bis Stauffenbergallee) seitens des 1. Bürgermeisters Hilbert angesehen. Für diese Planung soll nun kurzfristig eine Mehrheit im Stadtrat „organisiert“ werden.

Um sich dieser „neuesten Entwicklung“ entgegen zu stellen, haben sich Anwohner, Gewerbetreibende sowie engagierte Bürger der Neustadt zu der seit 10 Jahren ersten Bürgerinitiative „Königsbrücker muss leben!“ für deren lebenswerte Gestaltung zusammengeschlossen. Das Ziel ist eine Sanierung der Straße „weitestgehend im Bestand“ (Barrierefreiheit und Sicherheit herstellen, Anpassung der DVB-Spuren an aktuelle Normenabstände, dabei aber weitestgehende Beibehaltung der heutigen Gesamtfahrbahnbreite und Herstellung großzügiger Randzonen zur urbanen Mischnutzung). Eine solche Sanierung sollte schneller und kostengünstiger umzusetzen sein, als alle seit über 10 Jahren angestrebten überbreiten Ausbauvarianten.

Initiator Jürgen Thauer, Anwohner, Gewerbetreibender und Eigentümer, erklärt hierzu: „Seit über zehn Jahren kämpfe ich für eine lebenswerte und schmale Königsbrücker Straße. Leider hat es in all der Zeit keine inhaltlichen und substantiellen Gespräche zwischen uns Anwohnern und der Stadt gegeben. Niemand scheint sich für die Auswirkungen eines überbreiten Ausbaus für uns Gewerbetreibende und Anwohner zu interessieren.“

Dr. Martin Schulte-Wissermann (Ortsbeirat Neustadt), Pressesprecher von „Königsbrücker muss leben!” ergänzt: „Viele Anwohner fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Es scheint keine politische Kraft die Frage beantworten zu wollen, wie denn die Königsbrücker als Hauptgeschäftsstraße im Herzen der Neustadt funktionieren soll, wenn erst der Straßenzug von jetzt ca. 10 Meter auf 20 Meter verbreitert wird und damit Vorgärten, Bäume, Fußwege und Parkplätze verschwinden.“

Monika und Nina Kempka, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit: „Menschen glauben erst, wenn sie sehen. Daher haben wir die Baupläne und deren Auswirkungen im Internet und bei Facebook veröffentlicht. Hier kann sich jeder Bürger auch persönlich mit seinem Namen für eine Sanierung der Königsbrücker Straße – weitestgehend im Bestand – einsetzen.”

Fakt ist: Der Kfz-Verkehr ist bereits stark zurückgegangen und wird weiter sinken (Verkehrsprognose 2020/2025). Ein überbreiter Ausbau auf Kosten der Anwohner, der Einzelhändler, der Fußgänger, der Kinder, der Gastronomie, der Eigentümer und der Besucher dieser Geschäftsstraße ist nicht notwendig.

Königsbrücker muss leben!

Weitere Informationen: www.koenigsbruecker-muss-leben.de

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Königsbrücker Strasse sollte untertunnelt werden mit zwei Röhren von Albertplatz bis Olbrichtplatz. So würde der Durchgangsverkehr (Transit), welcher 80 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens ausmacht, unter der Kö.brücker Str. untendurchgeführt werden, sodass es keiner weiteren 2 Fahrspuren wie geplant bedarf. Im Gegenteil könnte dadurch die Strasse verkehrsberuhigt werden und stattdessen würden Fußgänger, Fahrradfahrer mehr Platz erhalten und für Bäume wäre auch mehr Platz vorhanden. Also dadurch wäre es möglich, das die Kö.brücker Straße eine reine Anwohnerstraße würde ohne Dreck, Lärm und Dauerstaus. Außerdem würde diese Verkehrsberuhikunk zu mehr Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer führen, was derzeit absolut nicht der Fall ist. Eigentlich gehört die Strasse im derzeitigen Zustand gesperrt für den Verkehr, da sie eine permanente Gefahr darstellt für Radfahrer und Fußgänger wegen verkehrsgefährdendem Fahrverhalten der Autofahrer auf Kosten von Leib und Leben der Fußgänger und Radfahrer. Nur ein Tunnel mit 2 Röhren wie der Bramschtunnel würde diesen unhaltbaren Zustand auf Dauer auflösen/beheben.

    … schrieb Michel,Lars am Donnerstag, dem 13.10.2011, um 17:06 Uhr.

  2. Habe bei der “Piraten-Partei”Dresden einige Kommentare wegen Thema”Sanierung Königsbrücker Strasse” eingestellt.Wer kann,könnte es sich mal durchlesen. MfG Michel,Lars

    … schrieb Lars Michel am Montag, dem 31.10.2011, um 19:20 Uhr.