Planfeststellung für das Kieswerk Söbrigen

Donnerstag, 18. August 2011

Mitten in der schönen Urlaubszeit liegen im Rathaus und im Ortsamt Loschwitz nur noch bis 08.09.2011 neue Pläne für das geplante Kieswerk Söbrigen aus. Hinter der sog. „Ergänzung zur Planpräzisierung“ verbergen sich Unterlagen, mit denen das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren zum Kiesabbau im gesamten Pirnaer Elbbogen weitergeführt werden soll.

Die örtliche „Bürgerinitiative gegen das Kieswerk Söbrigen“ kämpft schon seit Jahren gegen das Kieswerk und wird auch von Oberbürgermeisterin Helma Orosz unterstützt. Mit den neuen Unterlagen werden die Bedenken weiter verstärkt: u.a. bedeutet die geplante deutliche Erhöhung der Abbaukapazität auf 600.000 Tonnen pro Jahr, dass jährlich mindestens 23.000 LKW-Ladungen (also knapp 100 pro Tag) mit entsprechenden Staub-, Lärm- und Schadstoffemissionen vom weithin sichtbaren Kieswerk Söbrigen durch den einzigartigen Landschaftsraum der Elbtalweitung abtransportiert werden sollen.

Nun kommt es darauf an, dass möglichst viele Bürger die Unterlagen genau einsehen und schriftliche Einwendungen an das Oberbergamt einreichen, denn die Frist dafür läuft am 22.09.2011 ab! Die Bürgerinitiative wird über wesentliche Argumente gegen die Kieswerkpläne und Mängel in den Unterlagen auf ihrer Website informieren und als Material für Einwendungen bereitstellen. Mit der Thematik wird sich auch der Ortsbeirat Loschwitz befassen: Es ist geplant, dass am Beginn der Ortsbeiratssitzung am 07.09.2011 um 17:00 Uhr die Pläne in einer öffentlichen Bürgerversammlung vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Hinweis: Weitere Informationen finden sich im Dresdner Amtsblatt Nr. 30-31/2011 vom 04.08.2011 auf Seite 20 sowie in der zugehörigen Pressemitteilung der Landeshauptstadt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.09.2011 aktualisiert.
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