Kulturpalast Dresden: Fördermittelabsage als Chance begreifen

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Der Verein Dresdens Erben e.V. ruft alle Entscheidungsträger dazu auf, die Fördermittelabsage der EU zum Umbau des Dresdner Kulturpalastes als Chance anzusehen, das Haus denkmalgerecht zu sanieren.

„Es wäre auch nicht nachzuvollziehen, dass es für die Aushöhlung eines Baudenkmals eine Strukturförderung gibt“ so Jana Knauth, Vereinsvorsitzende. „Dieser Umstand sollte die Stadträte dazu bewegen, das Umbauprojekt infrage zu stellen und stattdessen eine kreative Sanierung des Gebäudes im Bestand ins Auge zu fassen. Es gilt, Ideen für eine zeitgemäße Nutzung zu sammeln, um den Kulturpalast mit seinem einzigartigen Mehrzwecksaal zu einem kulturellen städtischen Zentrum zu entwickeln“, so Knauth abschließend.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.01.2012 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die Fördermittelabsage für den Umbau des Kulturpalastes halte ich wie der Verein Dresdens Erben vor allem deshalb für eine Chance, weil sie dazu zwingen sollte, zur Gewinnung eines erstklassigen Konzertsaales in Dresden den Bau eines neuen Konzerthauses für Philharmonie, Staatskapelle und gastierende auswärtige Orchester wieder stärker ins Auge zu fassen. Leider sind die Pläne, die die Konzerthaus-Stiftung e. V. dazu vorgelegt hat und für die sich im Frühjahr 2011 eine große Zahl international bedeutender Dirigenten in einer Resolution eingesetzt hatte, noch sehr pauschal und unkonkret, Stiftung und Förderverein offenbar mutlos und total inaktiv. Mir ist nicht bekannt, ob etwa jemand in der Stille daran weiter gearbeitet hat.

    Es wäre deshalb wunderbar, wenn “Dresdens Erben” die Propagierung dieses Vorhabens in ihr Programm aufnehmen könnten. Die Realisierung eines eigenen neuen Konzerthauses würde auch die Unsicherheiten ausräumen, die die Klage von Herrn Hänsch gegen den jetzt geplanten Umbau des Kulturpalastes mit sich bringt.

    … schrieb Gerald Woelker am Dienstag, dem 31.01.2012, um 19:32 Uhr.