Konzerthaus-Neubau rückt näher

Mittwoch, 1. Februar 2012

eine Pressemitteilung des
Fördervereins Konzerthaus-Stiftung Dresden e.V.

Nicht nur Prof. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste (SAK), appellierte im Sommer 2011 noch einmal vehement für einen Konzerthaus-Neubau in Dresden, um den Ansprüchen an die Entwicklung des Musiklebens zu genügen, wie sie an eine Kulturstadt von internationalem Rang gestellt werden.

Außer der Tatsache, dass der geplante Kulturpalast-Umbau diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kann, lassen auch die Fördermittel-Problematik und alle anderen, nicht zuletzt ökonomischen, Daten das Projekt als mangelhaft konzipierte und nicht tragfähige Idee erscheinen, deren Folgen die Stadt durch hohe Betriebskosten samt problematischen Nutzungsmöglichkeiten enorm belasten würden.

Wenn die Situation zum Guten gewendet werden soll, muss dafür Sorge getragen werden, dass der Stadtrat seinen Beschluss von 2004 wieder aktiviert und die Sanierung des Kulturpalastes mit akustischer Aufrüstung des Saales in Angriff nimmt. Dies könnte 2014 abgeschlossen sein und der Kulturpalast seine Funktion als Stadthalle wieder erfüllen. Nicht nur die Veranstalter, die z.B. für 2013 in der Messe nur unzureichend Termine binden konnten, sondern vor allem die Dresdner könnten ihr „Volkshaus“ weiterhin mit den vielen Möglichkeiten kultureller Betätigung nutzen.

Parallel dazu können die Anstrengungen weiter forciert werden, und zwar in konstruktiver Gemeinsamkeit der Stadt mit dem Land und dem bürgerlichen Engagement, damit Dresden seinen Konzerthaus-Neubau bekommt.

Der Förderverein Konzerthaus-Stiftung Dresden e.V. widmet sich aus der Überzeugung von der Prosperität dieses Weges für Dresden nachdrücklich diesem Ziel. Neben den inzwischen über 100 Mitgliedern des Vereins gehören namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und dem gesellschaftlichen Leben seinem Kuratorium an. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2008 des Architekten Prof. Dr. Manfred Zumpe, BDA, enthält bereits alle Raumberechnungen für eine Realisierung, in der beide Orchester, Sächsische Staatskapelle und Dresdner Philharmonie, ihre Heimat finden. Der Förderverein plädiert für ein privates Betreibermodell und verfolgt stringent die entsprechenden Kontakte zu sich für Dresden engagierenden Investoren. Im Falle eines konstruktiven Zusammenwirkens aller einschlägig Beteiligten könnte das Konzerthaus 2017/18 in Dresden eröffnet werden.

„Wir laden jeden ein, sich diesem Vorhaben anzuschließen. Mit vereinten Kräften sind große Ziele zu erreichen, die dem Gedeihen unserer Stadt dienen und unsere Identität bedeuten. Es sind schon heute an erster Stelle die kulturellen Werte, die Reisende aus aller Welt zu uns führen. Dresden kann wie kaum eine andere Stadt aus jahrhundertealter Tradition von Kurfürsten ein dynamisches Potential für die Zukunft generieren. Dabei geht es nicht einmal nur um die Pflege der Kulturlandschaft, es geht vor allem auch um die allgemeine Stabilität unseres Gemeinwesens, die von Arbeitsplätzen, Einnahmen, wirtschaftlicher wie geistiger Stimmigkeit abhängig ist“, so Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der SAK und Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Konzerthaus-Stiftung Dresden e.V.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.
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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Überschrift steht auf sehr dünnem Eis in Bezug auf den Text.

    … schrieb HP am Mittwoch, dem 01.02.2012, um 11:55 Uhr.

  2. Ein Konzerthaus ist sicher allemal sinnvoller als die Porzellan-Kitsch-Ausstellung, die sich Ingrid Biedenkopf schon so lange wünscht.

    Andererseits habe ich auch ein mulmiges Gefühl bei Aussagen wie:

    “Dresden kann wie kaum eine andere Stadt aus jahrhundertealter Tradition von Kurfürsten ein dynamisches Potential für die Zukunft generieren.”

    … schrieb Waldhorn am Mittwoch, dem 01.02.2012, um 19:09 Uhr.