Denkmalgerechte Sanierung des Kulturpalastes

Dienstag, 3. April 2012

Die denkmalgerechte Sanierung des Dresdner Kulturpalastes einschließlich der akustischen Ertüchtigung des Mehrzwecksaals und Herstellung des baulichen Brandschutzes ist möglich – und dies zu deutlich geringeren Kosten, als den vom Hochbauamt der Landeshauptstadt Dresden ermittelten!

Dabei müssen insbesondere 2 Ziele erreicht werden:

  • Eine hochwertige Akustik im Mehrzwecksaal
  • Die Herstellung des baulichen Brandschutzes

Akustische Maßnahmen:

  • Optimierung der Saalseitenflächen, der Rückwand und der Saaldecke
  • Schaffung eines flexiblen „Konzertzimmers“
  • Erhalt der jetzigen Bühnensituation mit Einsatz mobiler, akustisch wirksamer Elemente – damit sind weiterhin große Aufführungen im klassischen Konzertbetrieb und zugleich die Veranstaltungen wie Jazz, Rock, Show o.ä. in hoher Qualität möglich.
  • Austausch des akustisch ungeeigneten Gestühls

Herstellung des baulichen Brandschutzes:

  • Die Brandschutzziele verändern sich nicht.
  • Bei Beibehaltung der vorhandenen Gebäudestruktur sind keine zusätzlichen Baumaßnahmen erforderlich gegenüber der Planung eines „beträchtlichen Umbaus und teilweiser Umnutzung“.
  • Weil die Gebäudestruktur nicht verändert wird, müssen die Bereiche der Versammlungsstätte nicht vollständig, sondern nur das mehrgeschossige Foyer und Teile des großen Saals gesprinklert werden.

Denkmalgerechte Sanierung:

  • Bearbeitung von Dach und Fassade
  • Instandsetzung des Tragwerks
  • Erneuerung des Innenausbaus
  • Erneuerung haustechnischer Anlagen

Da bei einer denkmalgerechten Sanierung von einem weitreichenden Bestandsschutz ausgegangen werden kann und in der jüngeren Vergangenheit bereits wichtige Maßnahmen zur Herstellung des baulichen Brandschutzes ergriffen wurden und die Primärstruktur des Gebäudes weitgehend erhalten bleiben kann, ist hierfür mit deutlich geringeren Kosten als den bisher von der LHD genannten zu rechnen.

Ein nicht zu unterschätzender Effekt bei der behutsamen Sanierung ist die Möglichkeit der Bauabschnittsbildung. Damit kann auf längere Schließzeiten verzichtet werden!

Diese Stellungnahme wurde von einer zeitweiligen Arbeitsgruppe „Behutsame Sanierung des Kulturpalastes“ erarbeitet.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.04.2012 aktualisiert.
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