Expertenanhörung ist keine Grundlage

Mittwoch, 4. April 2012

Eine Pressemitteilung
von Dresdens Erben

Der Verein Dresdens Erben e.V. betrachtet die gestrige Expertenanhörung zum Kulturpalast als ungenügend, um heute im Stadtrat über die Finanzierung des geplanten Umbaus zu entscheiden.

  • Die Komplexität des Themas verlangt größere Ausführlichkeit.
  • Nicht für alle Themen befand sich ein Experte im Podium. Es fehlten sowohl ein Denkmalschützer als auch ein Experte für eine umfassende Funktionsanalyse.
  • Nach Aussage des Grünen-Stadtrates Thomas Löser haben etwa 30 Bürgerfragen vorgelegen, die nur zu einem geringen Teil berücksichtigt wurden.
  • Die im Stadtratsbeschluss geforderte Unabhängigkeit der Experten war nur zum Teil gegeben und die Leitung der Anhörung lag in den Händen des Kulturbürgermeisters, der in dieser Frage festgelegt ist.
  • Die getroffenen Aussagen konnten nicht überprüft werden. Die Zeit bis heute ist für die Stadträte zu kurz, um sich nochmals ausführlich zu befassen und zu beraten.

Pressekonferenz mit Wolfgang Hänsch am 03.04.2012

Der Verein Dresdens Erben e.V. plädiert dafür, die Entscheidung heute auszusetzen.

„Selbst die Experten bemängelten die Unübersichtlichkeit der Unterlagen. Es steht völlig außer Frage, dass die Umbau-Befürworter sich bestätigt fühlen, wenn der Leiter des Dresdner Hochbauamtes ein derartiges Podium geboten bekommt, um eine Sicht darzulegen, die naturgemäß völlig einseitig ist. Es ändert sich nichts an unserer Kritik,“ sagte Jana Knauth, Vereinsvorsitzende. „Letztendlich zeigte die gestrige Veranstaltung zum wiederholten Male deutlich, dass die Meinung der Bürger nichts zählt. Die Anhörung war an Arroganz und Selbstgefälligkeit der Entscheidungsträger nicht zu überbieten.“

Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.04.2012 aktualisiert.
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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Da fand nun gestern die Expertenanhörung im Kulturrathaus statt und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ergebnis doch schon wieder mal vorher feststand. Es begann schon damit, dass bereits 15 Minuten vor der Veranstaltung außer den Stadträten niemand mehr in den Verhandlungssaal gelassen wurde. Und auch die extra geöffnete Tribüne hatte nur noch Stehplätze zu bieten. Die DNN schreibt das heute so: „Die Expertenanhörung zu den Kosten und dem Brandschutz im Kulturpalast vor nicht einmal hundert Zuhörern brachte keine wesentlich neuen Erkenntnisse.“

    Nun ja, wenigstens bestätigten die Fachleute die Aussage des Kulturpalastarchitekten Dr. Hänsch aus der Pressekonferenz, dass sich die Kosten bei Beschränkung auf die Sanierung im Bestand ohne Umbau des Mehrzwecksaals in einen spezialisierten Konzertsaal um 10-15% senken ließen! Das ging sogar aus den Zahlen hervor, die der Herr Müßig vom Hochbauamt der Stadt vorlegte. Allerdings hielten alle Experten eine Senkung der Kosten auf den von der Stadt ohne Fördermittel kalkulierten Eigenbeitrag für illusorisch. Und das, obwohl sie zugaben, dass sie in der Kürze der Zeit seit dem Stadtratsbeschluss für diese Expertenanhörung keine erschöpfende Überprüfung der Daten des Hochbauamtes vornehmen konnten.

    Aus meiner Sicht ergaben die Aussagen der Experten und die Antworten auf die Fragen der Stadträte noch einige kostenrelevante Ungereimtheiten, denen die Stadträte vor einer Beschlussfassung weiter nachgehen sollten. Frau Müller von der CDU hatte als letzte in der Expertenbefragung jedoch weiter nichts zu tun, als die Stadträte zur Zustimmung zum Umbau in einen spezialisierten Konzertsaal aufzufordern, weil Ihrer Ansicht nach die Experten den Umbau voll bestätigt hätten. Hääää? Will die Frau Müller die Mehrkosten für den Umbau aus ihrer Firmenkasse spenden? Bisher ist nicht mal die Hälfte der Finanzierung klar. Und da sprechen 10-15% Mehrkosten für den Umbau? Das sind ein paar Millionen! Und über die Überlebensfähigkeit des Kulturpalastes nach dem Umbau und somit Verlust seines bisherigen wirtschaftlichen Hauptstandbeins wurde dabei überhaupt noch nicht geredet!

    Offenbar war die Expertenanhörung mit geplanten 90 Minuten auch deutlich zu kurz geplant. Redezeit für jeden Experten 10 Minuten. Es redeten Herr Müßig vom Hochbauamt zum Umfang der Sanierungserfordernisse und den dafür nötigen Kosten auch im Vergleich der Sanierung im Bestand zum Umbau. Dann sprach Herr Ritter, der ehemalige technische Direktor des Kulturpalastes, zur Akustik des Mehrzwecksaals und wie die durch akustische Sünden verschlechtert wurde, aber auch, wie die Anforderungen nach guter Akustik auch für die Philharmonie bei Sanierung im Bestand erfüllt werden können. Der Architekt Stefan Jarmer beklagte sich anschließend über die Schwierigkeit, die 150-seitige Vorlage nachvollziehen zu können, weil dort offenbar Projekte mit deutlich unterschiedlichen Erkenntnisständen verglichen wurden – der Multifunktionssaal von 2006 mit dem Konzertsaal von 2012. Er erklärte, dass Umbau und Raumstrukturänderungen natürlich zu Zusatzaufwand führen. Allerdings bestätigte er die Schätzung, dass es sich dabei um nicht mehr als 10 bis 15% handeln könne. Für die Sanierung im Bestand sei eine aktuellere Entwurfsplanung erforderlich. Prof. Niesold erklärte anschließend, dass die Sanierung eines Denkmals nicht die Anforderungen an die Brandschutzsicherheit senken könne. Sehr wohl gäbe es aber Alternativen zum Nachweis der Sicherheit, die sich kostensparend auswirken könnten. Am Beispiel der Dachkonstruktion wäre rechentechnisch nachgewiesen worden, dass hier die Rauchgase nur 300°C heiß seien. Das wirke sich positiv auf die Brandschutzanforderungen des Daches aus. Danach sprach noch der Herr Henkel für die Bürgerfraktion zu Kosten und Terminaspekten.

    Das waren jetzt also schon 5 x 10 min von insgesamt 90 Minuten Redezeit für die Experten. Für die restlichen 40 Minuten Fragezeit kündigte Thomas Löser an, dass bei ihm 30 Fragen der Bürger eingegangen seien, die er auch gerne stellen wollte. Herr Lunau wies ihn sofort in die Schranken, dass die restlichen Minuten für alle Abgeordneten da wären. Den Vorschlag, dafür Verlängerung zu beantragen, wies Herr Lunau mit Hinweis auf die Tagesordnung ab. Zwar wurden aus den veranschlagten 90 Minuten dann doch über 2 Stunden – dennoch konnte Thomas Löser im Wechsel mit anderen Abgeordneten nur einen Bruchteil der Bürgerfragen stellen, bevor die Frau Müller von der CDU das „Schlusswort“ sprach.

    Welche Fragen bleiben für mich da jetzt noch offen, abgesehen davon, dass nur eine meiner Fragen dort sinngemäß kam und beantwortet wurde?
    Es wurde dort auch die Frage nach der nötigen Veränderung der Statik des Tragwerkes für die Bibliothek gestellt. Wenn ich mich nicht verhört habe, sollen keine Änderungen der Tragwerksstatik für die Bibliothek im Freihandbereich erforderlich sein, weil den Belastungen von ca. 3,5 kN/m² eine Tragfähigkeit von 4-6 kN/m² gegenüberstünde. Das ist eine Sicherheit von weniger als 2 ???

    Nachdem Herr Müßig meiner Mitschrift nach im Eingangsvortrag von flächendeckender Sprinklerung und Brandmelderausstattung für den Kulturpalast gesprochen hatte, welche die fehlenden Feuerwiderstände (F60 bis F30 statt geforderter F90) heilen sollen, stellte
    ein anderer Abgeordneter an Herrn Müßig die Frage, ob er denn die von Prof. Niesold aufgezeigten Möglichkeiten zur Eliminierung von Sprinkleranlagen ausgenutzt hätte. Herr Müßig antwortete ausweichend, dass nicht der gesamte Kulturpalast gesprinklert werde. Aber ob er dabei durch Berechnung mangelnde Gefahr und damit mangelnden Bedarf überprüft hat, hat er nicht gesagt.

    Diese Frage zielte auf mögliche Fehlfunktionen von Sprinkleranlagen und dadurch unnötigerweise hervorgerufenen Schäden. Erlebt hat das ja vor einiger Zeit der Hauptbahnhof. Aber was, wenn damit die Bücher der Bibliothek unter Wasser gesetzt werden? Aussagen zum Verzicht auf diese Bewässerungstechnik gab es für die Büroräume!

    Ob die Bibliothek mit ihrer hohen Brandlast überhaupt in den Brandschutz einbezogen worden ist, konnte ich nicht klar heraushören. Es war immer mal von Versammlungsstätte und nicht Versammlungsstätte die Rede. Aber wie viel von der minimalen Sicherheit der Tragfähigkeit im Bereich der Bibliothek ist denn im Brandfall noch übrig, wenn das Material unter Hitze weich wird???

    Zum Schluss ging es noch mal um die Möglichkeiten, im Multifunktionssaal die Akustik zu verbessern. Die Nachhallzeit ließe sich durch Verzicht auf Teppiche und Vollplüschsessel um 0,5 Sekunden verlängern. Die Breite der Ränge müsse verringert werden und neben abgehängten Decken über den Rängen müssen vor allem die reflektierenden Oberflächen wie Verkleidungen stärker strukturiert werden, damit der Schall diffuser verteilt wird. Für die Philharmonie selber gäbe es die Möglichkeit eines sogenannten Konzertzimmers, das für das Orchester selbst beim Spiel eine optimale Akustik erzeuge. Interessant war, dass der Herr Müßig mit einer Zahl für die Kosten eines solchen Konzertzimmers für die Untersuchungen von 2006 aufwarten konnte – 2,5 Mio. Euro ohne Transportmechanismus. Ist etwa diese Zahl schon in den Kosten für die Sanierung des Mehrzwecksaals im Bestand enthalten?

    Überhaupt soll nach Herrn Müßig ja ein wesentlicher Grund für den geringen Kostenunterschied im Bau die Tatsache sein, dass die für den Multifunktionssaal zu erneuernde Bühnen- und Hebetechnik (wieso kein technisches Denkmal?) im spezialisierten Konzertsaal gar nicht vorkommt und entsprechend dort keine Kosten verursacht. Und trotzdem sollen dann im spezialisierten Konzertsaal noch 80% aller bisherigen Veranstaltungen möglich sein – ohne die bisherige Technikunterstützung??? Wie wird da wohl der Ertragsunterschied zwischen Kulturpalast mit spezialisiertem Konzertsaal und Multifunktionssaal (z.Zt. bevor die Brandschutzanforderungen parallel im Hause stattfindende Veranstaltungen in Foyer oder Studiobühne… nicht mehr zuließen)??? Meiner Ansicht nach muss der mögliche Deckungsgrad der Betriebskosten der beiden zur Debatte stehenden Varianten in den Kostenvergleich mit einbezogen werden, damit die Investition in den spezialisierten Konzertsaal ohne Probenraum nicht in den Sand gesetzt wird.

    … schrieb Silvia Friedrich am Mittwoch, dem 04.04.2012, um 12:41 Uhr.

  2. Ich plädiere an dieser Stelle noch einmal eindringlich dafür, die Funktionalität neuer zu alter Festsaal genauestens zu analysieren. Sollte keine Verbesserung der Funktionalität des Festsaales gegeben sein, dann ist eine Sanierung im Bestand zu bevorzugen. Und die Meinung der Bürger ist gefälligst zu berücksichtigen!

    … schrieb Jens Leopold am Mittwoch, dem 04.04.2012, um 15:06 Uhr.

  3. Ich stelle fest, mit meinem Kommentar hätte ich bis zur Veröffentlichung des Textes von Dr. Hänsch von der Pressekonferenz hier bei quo-vadis warten sollen

    http://quo-vadis-dresden.de/2012-04-kulturpalast-vorschlag-zur-gute.html

    “Ich gehe davon aus, dass mein Vorschlag im Rahmen der zur Verfügung stehenden Eigenmittel in Höhe von rund 40 Millionen EUR umsetzbar ist und die Brandschutzauflagen erfüllt werden können. Auch wenn die Maßnahmen etwas höhere Kosten verursachen würden, können sie meines Erachtens nie die Höhe eines Totalumbaus erreichen.”

    Das ist doch etwas anders als die Aussage der SZ heute im Artikel “Heute entscheidet sich das Kulturpalast-Schicksal”, auf den ich mich in meinem Kommentar bezog:

    “Für ein Achtungszeichen sorgte gestern Kulturpalast-Architekt Wolfgang Hänsch: Er hatte einen Kompromissvorschlag angekündigt, um den Streit vor Gericht um sein Urheberrecht nicht unnötig zu verlängern. Doch am Ende war kein Entgegenkommen zu erkennen. „Ich plädiere für eine akustische Aufrüstung des bestehenden Saales“, erklärte der 83-Jährige. Er erläuterte ausführlich, wie das geschehen könnte, und verwies auf seinen Vorschlag von 2008. Vorteile wären zehn bis 15 Prozent niedrigere Kosten und eine kürzere Bauzeit.”

    Nun ja, da kann man sich also auf die SZ auch nicht mehr verlassen. Da entsteht also jetzt doch ein Widerspruch zwischen der Kostenangabe des Hochbauamtes, dem die Experten wegen mangelnder Zeit und mangelnder Nachvollziehbarkeit nicht widersprechen konnten und dem Architekten des Kulturpalastes, der ebenfalls ein den Mehrzwecksaal erhaltendes Projekt bei der Stadt eingereicht hatte, das wohl von der Stadt ignoriert worden ist.

    Auch die übrigen Widersprüche zeigen, was von den Meldungen der SZ im genannten Beitrag zu halten ist.

    … schrieb Silvia Friedrich am Mittwoch, dem 04.04.2012, um 18:53 Uhr.

  4. Obwohl ich sowohl die Pressekonferenz mit Dr. Hänsch als auch die sogenannte Expertenanhörung miterlebte, hatte ich immer noch ein Quentchen Hoffnung, dass die Stadträte sich für eine etwas längere Bedenkzeit entscheiden würden. Spätestens das Eingangsstatement der OB zum TOP Kulturpalast und Kulturkraftwerk machte diese Hoffnung zunichte. Die Frage, die seinerzeit Susann Buttolo und Ralf Kakula in ihrem Dokumentarfilm “Was bleibt?” in den Raum gestellt hatten, erlangt damit traurige Bestätigung. Mir drängt sich diesbezüglich immer mehr der Verdacht auf, dass die das Baugeschehen in dieser Stadt bestimmenden Politiker keine Ruhe geben, bis auch das letzte Zeugnis der Nachkriegsmoderne der DDR aus dem Stadtbild getilgt ist. Dass sich die Grüne-Stadtratsfraktion zur Verwirklichung dieses Ziels missbrauchen lässt, gehört für mich zu den großen Enttäuschungen dieser Tage. Geschichte, das müssten sie eigentlich wissen, lässt sich aber nun einmal nicht auslöschen, auch wenn man deren steinerne Zeugen beseitigt.
    Der gestern Abend vollzogene Gewaltakt stellt auch das Lebenswerk eines Mannes in Frage, der wie kein anderer seine architektonischen Spuren in dieser Stadt hinterlassen hat. Er muss jetzt – nach dem Abriss der Webergasse – ein zweites Mal erleben, wie eine weitere originäre Schöpfung in ihrer Einmaligkeit (und das ist der beschlossene Totalumbau) zerstört wird.

    Ich weiß nicht, ob die Stadträte, die gestern für den Totalumbau des Kulturpalastes stimmten, sich überlegt haben, dass sie mit ihrer Entscheidung im Begriff sind, eine Lebensleistung leichtfertig auszulöschen. Offenbar ist das auch den Philharmonikern nicht bewusst. Sie spielen zwar immer wieder mal Beethovens Neunte mit Schillers “Ode an die Freude”, ohne sich der zutiefst humanistischen Botschaft dieses Textes und dieser Musik bewusst zu sein.

    … schrieb Jürgen Karthaus am Donnerstag, dem 05.04.2012, um 13:33 Uhr.

  5. Ja, angesichts dieses Leserbriefes
    http://quo-vadis-dresden.de/2012-03-koalition-fur-fortgeschrittene.html
    von zwei Mitgliedern der Grünen Fraktion Dresden bin ich auch enttäuscht, was diese Fraktion aktuell unter Opposition gegen die “auf kurzfristige, ressourcenplündernde und umweltfeindliche Geldvermehrung und auf den eigenen Machterhalt” ausgerichtete CDU-Politik versteht.

    “eine politische Opposition, die nachhaltiger denkt und in einem bewahrendem Sinn konservativ agiert” war die Fraktion der Grünen bei der von der CDU geforderten Zustimmung zum Totalumbau trotz der vielen auch in der o.g. PM aufgeführten Ungereimtheiten auch nach der Expertenanhörung sicher nicht.

    Eine Zustimmung zum Antrag der FDP zur Vertagung der Entscheidung wäre sinnvoll gewesen, wenn auch nicht aus den Erwägungen der FDP heraus, sondern um sich nicht mal wieder von Stadtverwaltung, Intransparenz und Drohungen der Philharmonie und der übrigen vermeintlichen Nutznießer erpressen zu lassen.

    Ob der Totalumbau langfristig das Überleben des Denkmals Kulturpalast sichert, steht auch nach der Expertenanhörung auf ausgesprochen tönernen Füßen. Es gab dort nicht eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit des zukünftigen Betriebs – d.h. da die Stadtverwaltung von stark umstrittenen 80% der bisherigen Nutzungen ausgeht, obwohl die bisherige Technik des Mulitfunktionssaals und ein großer Teil der Plätze dann im Konzertsaal nicht mehr zur Verfügung steht, halte ich bisherige Aussagen zu dem Thema für eine Milchmädchenrechnung.

    Es wäre besser gewesen, erst die Unterlagen der Stadtverwaltung nachvollziehen zu können (was selbst den Experten wegen der Qualität der Unterlagen und aus Zeitgründen nicht möglich war) – bzw. das Projekt Mehrzwecksaal auf einen aktuellen Stand zu heben, bevor man die Varianten vergleicht. Eine überzeugende Klärung der offenen Fragen wäre aus meiner Sicht die Voraussetzung für eine nachhaltige Entscheidung, die auch die gebaute und dazu denkmalgeschützte Schöpfung erhält gewesen.

    In dem Sinne stimme ich dem Kommentar von Jürgen Karthaus voll zu und auch der PM von Dresdens Erben zur Expertenanhörung.

    … schrieb Silvia Friedrich am Donnerstag, dem 05.04.2012, um 20:48 Uhr.

  6. Wenn es weh tut, merkt man zumindest, dass man lebt …

    Wie mag sich Wolfgang Hänsch nun nach dem wohl unwiderruflichen Beschluss der Stadträte, den Kulturpalast umzubauen statt zu sanieren, fühlen? Ein großartiger Architekt, dem sein Werk zerstückelt wird. Wer Zeit hat, möge ihm tröstende Worte senden. All meine Gedanken sind bei ihm.

    … schrieb Margita Herz am Freitag, dem 06.04.2012, um 03:40 Uhr.