Terminverschiebung

Freitag, 27. Juli 2012

Eine Pressemeldung
von Dr. h.c. Wolfgang Hänsch, Architekt, BDA
zur Urheberrechtsklage Hänsch ./. Stadt Dresden

Aufgrund meiner Berufung, die vom OLG zur o.g. Urheberrechtsklage zu entscheiden ist, hatte das OLG am 05.07.12 zur mündlichen Verhandlung für den 04. September 2012 geladen. Dieser Termin wurde am 12.07.12 auf Antrag des Beklagtenvertreters auf den 09. Oktober 2012 verlegt. Am 19.07.12 wurde mir vom OLG mitgeteilt, dass ich eine erneute Terminverlegung auf Antrag des Prozessbevollmächtigten der Beklagten auf den 16. Oktober 2012, 9:30 Uhr, zur Kenntnis nehmen solle.

Ich gehe davon aus, dass objektive Gründe auf Seiten der Stadt und seiner Prozessvertretung vorliegen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich meinen Standpunkt zum Umbaubeschluss wie folgt wiederholen:

Die Absicht der Stadt Dresden, vor allem der Dresdner Philharmonie akustisch und optisch optimale Bedingungen zu schaffen, muss nicht mit der Verletzung des Urheberrechts und einer kostenträchtigen Entkernung und damit Zerstörung des Gesamtgebäudes einher gehen. Als Ansatz eines behutsamen und damit zugleich wirtschaftlichen Umgangs mit dem Baudenkmal muss vielmehr gelten, alle Maßnahmen bei Erhalt der Primärstruktur umzusetzen. Somit könne dann auch dem Urheberrecht genüge getan werden.

Maßnahmen unter Berücksichtigung der Hauptkritikpunkte hinsichtlich Akustik können sein:

  • Schaffung eines flexiblen „Konzertzimmers“ für den Orchesterbereich
  • Reflexionsflächen unter den Seitenrängen
  • Verzicht auf die mittleren Regieräume (Technikräume) dafür große Reflexionsflächen
  • neue Deckengestaltung zur Verbesserung der Reflexion
  • Gestaltung eines Musikerpodiums (wie „Berliner Podium“)
  • Seitenwände mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten.

Auf diesen Maßnahmenkatalog hat sich vor einigen Wochen die „Zeitweilige Arbeitsgruppe ‚Behutsame Sanierung des Dresdner Kulturpalastes‘“, die sich im Vorfeld der Expertenanhörung gebildet hatte, verständigt. Schließlich dürfte nicht unwesentlich sein, dass bei einem solchen behutsamen Umgang mit der Bausubstanz die Dresdner Philharmonie nicht nur hervorragende Bedingungen bekäme, sie würde voraussichtlich auch schneller wieder im Kulturpalast spielen können. Der Saal würde unter Beibehaltung der Grundstruktur weiterhin eine Vielzahl von unterschiedlichen Veranstaltungen ermöglichen, und der Ertüchtigung des Kulturpalastes als Volkshaus im Zentrum der Stadt stünde auch damit nichts im Wege.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.09.2012 aktualisiert.
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