Bürgerwerkstatt zur Nutzung des Kulturpalastes

Freitag, 2. November 2012

Eine Aktion von Dresdens Erben

Für den 10.11.2012 von 10:00 bis 18:00 Uhr lädt der Verein Dresdens Erben e.V. zu einer Bürgerwerkstatt zur Nutzung des Kulturpalastes ins Barococo am Altmarkt (1. Etage) ein. Ausdrücklich werden Kulturschaffende, Kulturmanager, Architekten und Studenten dieser Fachrichtungen aufgefordert, sich an der Werkstatt zu beteiligen. Anhand der Grundrisse des Hauses und einführender Kurzreferate soll in kleineren Gruppe fantasievoll über die Nutzung des Hauses um den Festsaal herum nachgedacht werden.

„Wir sind der Überzeugung, dass der Kulturpalast viel mehr kann, als Bibliothek mit Konzertsaal. Wir bedauern es sehr, dass es die Stadt bisher versäumt hat, diese Nutzungsanalyse ernsthaft durchzuführen,“ sagte Jana Knauth. „Am 10.11. sind der Fantasie und Kreativität deshalb keine Grenzen gesetzt und wir hoffen auf eine Vielfalt an Ideen,“ so die Vereinsvorsitzende abschließend.

Um eine Anmeldung unter dresdens-erben(äd)gmx.de oder 0162/9368133 (Jana Knauth) bzw. 0351/4761820 (Werner Ehrlich) wird gebeten.

Der Verein Dresdens Erben e.V. setzt sich für die Sanierung und Ertüchtigung des Baudenkmals Kulturpalast Dresden inklusive des Mehrzwecksaales ein und unterstützt den Architekten Dr. hc. Wolfgang Hänsch bei seiner Urheberrechtsklage gegen die Stadt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.11.2012 aktualisiert.
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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Wolfgang Hänsch,
    sehr geehrte “Erben”,

    auch ich, Jahrg. 1937, rechne mich zu den Erben. Habe die Terrorangriffe im Februar `45 im Luftschutzkeller sowie einen Tagangriff beim Überqueren des brennenden Altmarktes erlebt . Ich habe gesehen, wie die Feuerwehren vergeblich versuchten, zu löschen, aber die Schläuche von Splittern zerfetzt waren . Mit meinen Lehrern und Klassenkameraden war ich 1945/46 beim Enttrümmern, Ziegelputzen an der Prager Str. usw. beteiligt . Das und der mühsame Wiederaufbau . . . haben mich geprägt. Besonders beeindruckt hat mich u.a. die Eröffnung des Blockhauses. Wenn es stimmt, soll das der OB Herbert Schill veranlasst haben . Und u n s e r Kulturpalast , mit seinen vielfältigen kulturellen Erlebnisbereichen , den wir (Familie) mit Kindern und Enkeln gerne und oft nutzten . Darauf sind wir stolz.
    Anlaß meiner Meinungsäußerung ist Ihr” Dresdner Kulturpalast Echo” v. 13.11.2012, und ich möchte hier meine besondere Wertschätzung dem Architekten Dr. Hänsch und seinen vielen Mitarbeitern und am Bau Beteiligten aussprechen !!!

    Unverständlich ist mir die Klageabweisung durch dieses Gericht . Das Haus und sein Herzstück, der Saal , muß mit seinen vielfältigen Möglichkeiten erhalten – und kann sicherlich technisch verbessert werden .
    Gegenwärtig, wenn man abends am Altmarkt ist, macht der tote, lichtlose Kulturpalast einen beklemmenden Eindruck. Paralellen zum Palast der Republik drängen sich auf. . . .

    mit freundlichen Grüßen Friedrich Schmatze

    … schrieb Friedrich Christian Schmatze am Donnerstag, dem 15.11.2012, um 23:45 Uhr.

  2. Sehr geehrter Herr Schmatze,
    Ihre Worte sind tröstlich für das Anliegen und für Wolfgang Hänsch, der trotz seines hohen Alters mit der Urheberrechtsklage zum Kulturpalast versuchte, Unwiederbringliches zu retten. Ich kann Ihnen versichern, dass er dabei nicht vor allem an sich dachte. Ihm liegt Dresden am Herzen, die Stadt, in der er sein Leben lang als Architekt schöpferisch gewirkt hat. Nicht nur der Wiederaufbau der Semperoper wurde ihm anvertraut. Auch wichtige Kulturbauten im real existierenden Sozialismus, wie der Kulturpalast. Und das, ohne dass er Mitglied der SED war.
    Es schmerzt ihn sehr, die aktuelle Entwicklung zu beobachten. Um so mehr sind Worte, wie die Ihren, von ganz besonderem Wert.
    Mit herzliche Grüßen Ihre Margita Herz, die Wolfgang Hänsch mit vielen Unterstützern in seinem Anliegen seit langem begleitet.

    … schrieb Margita Herz am Sonntag, dem 09.12.2012, um 10:37 Uhr.